Kooperationsprojekt "Auswahl- und Aufnahmeverfahren"

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Nach Veröffentlichung der gesetzlichen Rahmenbedingungen für die Umsetzung der PädagogInnenbildung Neu haben sich auf Initiative der Universität Graz erstmals sechs große Bildungsinstitutionen der Südostregion für ein Kooperationsprojekt zusammengeschlossen, um das darin enthaltene verpflichtende Aufnahme- und Auswahlverfahren gemeinsam – qualitätsvoll und zugleich effizient – umsetzen zu können. Die Pädagogische Hochschule Steiermark, die Kirchliche Pädagogische Hochschule der Diözese Graz-Seckau, die Pädagogische Hochschule Burgenland, die Pädagogische Hochschule Kärnten, die Alpen-Adria-Universität Klagenfurt und die Universität Graz haben es sich zum Ziel gesetzt, ein gemeinsames Aufnahme- und Eignungsverfahren für alle zukünftigen LehrerInnen zu entwickeln. Hierfür soll ein mehrstufiges, teilweise modulares Beratungs- und Auswahlverfahren konzipiert werden. Zu Beginn ist eine zentrale Registrierung aller BewerberInnen der Südostregion über ein Internetportal geplant. Ein Self-Assessment bietet eingangs die Möglichkeit, die persönliche Eignung zum Studium selbst einzuschätzen und zu reflektieren. Mittels standardisierter Gruppentestungsverfahren werden anschließend (auf Basis von Anforderungsanalysen) die für pädagogische Berufe generell relevanten Leistungs- und Persönlichkeitsmerkmale sowie etwaige biographische Indikatoren (ausbildungsrelevante frühere Lehr-, Anleitungs- und Beaufsichtigungstätigkeiten mit Kindern, ggf. frühere Schulleistungen) überprüft. Darüber hinaus werden die BewerberInnen auf Basis von szenariobasierten Verfahren mit lehralltagstypischen Situationen konfrontiert. Einzelgespräche und Simulationen sollen abschließenden das allgemeine Aufnahmeverfahren abrunden. Weiterführend ist die Entwicklung von adäquaten Diagnostik-Modulen für die jeweiligen speziellen Studiengänge geplant.

Nach Abschluss der Entwicklungsphase ist die Umsetzung des innovativen Aufnahme- und Eignungsverfahrens ab dem WS 2014/15 vorgesehen. Um eine Zulassung für ein Studium (Primar- und Sekundarbereich, spezielle Studiengänge) ab diesem Zeitpunkt zu erhalten, durchlaufen alle BewerberInnen das im Rahmen der Kooperation entwickelte zentrale Verfahren, welches an mehreren Standorten in der Südostregion angeboten und an allen beteiligten Bildungseinrichtungen in der Steiermark, im Burgenland und in Kärnten anerkannt wird.

Im Anschluss an die einjährige Pilotphase bildet die Evaluierung des Aufnahme- und Eignungsverfahrens den dritten Schwerpunkt des Kooperationsvorhabens, wodurch eine angemessene Weiterentwicklung garantiert wird. Die Analyse der gewonnenen diagnostischen Informationen wird in Hinblick auf Messgütekriterien und prognostische Aussagekraft für Studienerfolg, Drop-out (studienbezogene Indikatoren) sowie für die spätere Berufsausübung als LehrerIn (berufsbezogene Indikatoren) herangezogen.

Mittels des im Rahmen dieses Kooperationsvorhabens gemeinsam entwickelten zentralen Aufnahme- und Eignungsverfahrens kann für die BewerberInnen ein über die Bundesländergrenzen hinweg einheitliches, objektives Aufnahmeverfahren garantiert werden, durch welches frühzeitig die Möglichkeit gegeben wird, Eignung bzw. Interesse zu reflektieren und eine fundierte Beratung zu erhalten. Für die beteiligten Institutionen können durch die Nutzung gemeinsamer Ressourcen Synergieeffekte erzielt und langfristig Kostenersparnisse erreicht werden. 

 

 

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Kontakt

Zentrum für PädagogInnenbildung
Halbärthgasse 6, OG1

Dr. Elke Jantscher
+43 (0)316 380 - 1158

https://zulassung-lehramt.uni-graz.at/

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