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Acht Hochschulen, drei Bundesländer und ein akademisches Studium für alle LehrerInnen: Entwicklungsverbund-Süd-Ost macht in Österreich Schule

Montag, 08.06.2015

Erstmals werden in Österreich alle LehrerInnen auf akademischem Niveau ausgebildet – egal, ob sie später an Volksschulen, Neuen Mittelschulen (NMS), AHS oder berufsbildenden höheren oder mittleren Schulen unterrichten werden. Gleichzeitig fällt die Schranke zwischen NMS- und AHS-PädagogInnen. Vier Universitäten und vier Pädagogische Hochschulen in der Steiermark, in Kärnten und im Burgenland – kurz Entwicklungsverbund-Süd-Ost – haben gemeinsam eine Ausbildung für die „Sekundarstufe Allgemeinbildung“ entwickelt.

Wenn die StudienanfängerInnen im Herbst 2015 einen neuen Lebensabschnitt beginnen, wird in Österreich gleichzeitig ein neues Kapitel aufgeschlagen. Diese Studierenden werden die ersten sein, die unabhängig von der Bildungseinrichtung, an der sie inskribiert sind, die gleiche akademische Ausbildung für ein Lehramt der „Sekundarstufe Allgemeinbildung“ starten. Ebenso neu ist das Kapitel für die VolksschullehrerInnen, die ein vollakademisches Studium für die „Primarstufe“, in der gleichen Dauer wie jenes der SekundarstufenlehrerInnen, beginnen werden.

„Der erfolgreiche Schulterschluss ist einzigartig in Österreich“, bestätigt Uni-Graz-Rektorin Christa Neuper die Vorreiterrolle. Martin Polaschek, Vizerektor für Studium und Lehre, betont: „Mit dem Start des gemeinsamen Studiums ist ein Meilenstein im strategischen Projekt PädagogInnenbildung Neu erreicht.“

Breites Fächerangebot in der Sekundarstufe

SekundarstufenlehrerInnen können je nach Angebot der jeweiligen beteiligten Hochschulen und Universitäten folgende Unterrichtsfächer studieren: Bewegung und Sport, Biologie und Umweltkunde, Bosnisch/Kroatisch/Serbisch, Chemie, Darstellende Geometrie, Deutsch, Englisch, Französisch, Geografie und Wirtschaftskunde, Geschichte-Sozialkunde-Politische Bildung, Griechisch, Informatik, Instrumentalmusikerziehung, Italienisch, Katholische Religion, Latein, Mathematik, Musikerziehung, Philosophie und Psychologie, Physik, Russisch, Slowenisch, Spanisch und (nach Maßgabe der Finanzierung) auch Türkisch.

Als Spezialisierung für ein Lehramtsstudium sind möglich: Inklusive Pädagogik mit Fokus Behinderung (ist mit allen Unterrichtsfächern kombinierbar) und Vertiefende Katholische Religionspädagogik für die Primarstufe (kann nur mit dem Unterrichtsfach Katholische Religion kombiniert werden).

Intensive Entwicklungsarbeit

„An der Entwicklung des Curriculums, das in den vergangenen zwei Jahren erarbeitet wurde, waren weit mehr als 350 FachexpertInnen beteiligt“, wertschätzt Vizerektor Polaschek das ausgezeichnete Klima der Zusammenarbeit.

Die intensive Abstimmung wurde durch die bereits bestehenden Kooperationen zwischen den Universitäten und Pädagogischen Hochschulen begünstigt. Alle Lehrpläne wurden international begutachtet und erhielten sehr positive Resonanz.

 

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