Ende dieses Seitenbereichs.

Beginn des Seitenbereichs: Inhalt:

PädagogInnenbildung NEU

Im Regierungsprogramm für die 24. Gesetzgebungsperiode 2008-2013 wird festgehalten:

„In Erwägung der Herausforderungen, die durch die gesellschaftliche Entwicklung auf PädagogInnen zukommen, muss das System der österreichischen LehrerInnenausbildung nach qualitativen Gesichtspunkten weiterentwickelt werden, getragen von einer engen Kooperation zwischen den Universitäten und den Pädagogischen Hochschulen.“ (S. 203)

Dieser Passus bildete den Startschuss für eine der Bologna-Struktur entsprechende, durchlässige und zwischen Universitäten und Pädagogischen Hochschulen abgestimmte Neuorganisation der verschiedenen Lehramtsstudien mit Aufnahmeverfahren auf tertiärem Niveau.

Die Meilensteine des Prozesses

2008 - 2010

BMUKK und BMWF setzten Ende 2008 eine ExpertInnengruppe ein, mit dem Auftrag, die zentralen Eckpunkte für eine neue Ausbildung für LehrerInnen zu erarbeiten. Das Konzept für die PädagogInnenbildung NEU sollte auf Basis guter Traditionen und Erfahrungen, vorhandener Kompetenzen und Kapazitäten und unter Nutzung wissenschaftlicher und internationaler Erkenntnisse eine wirklich grundlegende Neukonzeption darstellen. Im März 2010 wurde der Endbericht der ExpertInnengruppe veröffentlicht.

Diesem folgte eine große Anzahl von Gesprächsrunden mit allen Interessensgruppen und es gingen rund 50 schriftliche Stellungnahmen ein, darunter auch von der Österreichischen Universitätenkonferenz.

Im Auftrag von BMUKK und BMWF wurde im September 2010 eine "Ergänzende Expertise zu LehrerInnenbildung NEU – Die Zukunft der pädagogischen Berufe" zu spezifischen Punkten herausgegeben. Inhalt: Ausbildungsmodell und Einsatz in pädagogischen Berufsfeldern, Die Gestaltung der Induktionsphase, Trägereinrichtungen, Organisationsentwicklung und Cluster-Regionen.

Im November und Dezember 2010 nahmen insgesamt 269 Personen an vier Stakeholderkonferenzen in Linz, Wien, Graz und Innsbruck teil. Ziel der Veranstaltungen war, alle Stakeholder in den Umsetzungsprozess einzubeziehen, eine Zwischenbilanz der bisherigen Stellungnahmen vorzunehmen, die nächsten wichtigen Schritte herauszuarbeiten und den Prozess inhaltlich zu fokussieren.

2011 - 2013

Im Juni 2011 wurden die „Empfehlungen der Vorbereitungsgruppe“ zur PädagogInnenbildung NEU schließlich  veröffentlicht. In diesem Bericht fassen die AutorInnen den Bericht der ExpertInnengruppe, die schriftlichen Stellungnahmen und die Ergebnisse der vier Stakeholderkonferenzen zu Empfehlungen an BMUKK und BMWF zusammen, wie die Umsetzung der Vorgabe „PädagogInnenbildung NEU“ gelingen könnte.

Eine der Empfehlungen in diesem Dokument ist die Einrichtung eines Entwicklungsrates, der sich im Februar 2012 konstituierte. Der „Entwicklungsrat PädagogInnenbildung NEU“ berät einvernehmlich beide BundesministerInnen, indem er grundsätzlich Ratschläge für die weiteren Entscheidungen in den zuständigen Bundesministerien vorbereitet. Zu den zentralen Aufgaben des Entwicklungsrates gehört die Ausarbeitung einer curricularen Architektur auf Basis der Bologna-Struktur zur Ausbildung von allen PädagogInnen. Ein Vorschlag des Entwicklungsrates zu den gesetzlich zu fixierenden Anforderungen an die Ausbildung von PädagogInnen im Elementar-, Primar- und Sekundarbereich wurde im September 2012 veröffentlicht.

Im April 2013 wurden die Gesetzesentwürfe präsentiert und am 12. Juni 2013 wurde das Bundesgesetz, mit dem das Hochschulgesetz 2005, das Universitätsgesetz 2002 und das Hochschul-Qualitätssicherungsgesetz geändert werden, im Nationalrat beschlossen: das „Bundesrahmengesetz zur Einführung einer neuen Ausbildung für Pädagoginnen und Pädagogen“. Damit wurde – als Abschluss des Prozesses und ausgehend von den verschiedenen ExpertInnenempfehlungen – die gesetzliche Grundlage für die Umsetzung des bildungspolitischen Kernprojekts „PädagogInnenbildung NEU“ geschaffen.

Im Juli 2013 wurde außerdem der Qualitätssicherungsrat für die PädagogInnenbildung eingerichtet. Seine Aufgabe ist die externe Qualitätssicherung im Sinne einer qualitäts- und bedarfsorientierten, wissenschaftlichen Begleitung der Entwicklung der Lehramtsstudien. Neben den Beratungstätigkeiten für Bundesministerien und Hochschulen, werden von ihm auch Stellungnahmen im Rahmen der Curricula-Begutachtung verfasst sowie ein jährlicher Bericht erstellt, der auch zur Vorlage an den Nationalrat dient.

2014 - dato

Die Novelle des Universitäts- und des Hochschulgesetzes (BGBl. I Nr. 21/2015) hat mit der Festlegung des anzuwendenden Studienrechts nach dem Günstigkeitsprinzip für Studierende die Basis zur Entwicklung des Kooperationsstudiums im EVSO geschaffen.

Durch die konstruktive und enge Zusammenarbeit der beteiligten Institutionen konnten im Frühjahr 2015 die BA und MA Curricula Sekundarstufe Allgemeinbildung fertiggestellt und im März durch die Interfakultäre CuKo Lehramt Sekundarstufe einstimmig beschlossen werden.

Anschließend beschloss die Steuergruppe den Start der Lehramtsstudien für die Sekundarstufe Allgemeinbildung (Bachelorstudium und Masterstudium) im Rahmen der PädagogInnenbildung NEU mit dem Studienjahr 2015/16, welcher durch den Beschluss des Senats aller beteiligten Pädagogischen Hochschulen, der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt, der Technischen Universität Graz, der Kunstuniversität Graz und der Karl-Franzens-Universität Graz bestätigt wurde.

Mit der am 1.8.2017 im Nationalrat verabschiedeten Novelle des Universitäts- und des Hochschulgesetzes (BGBl. I Nr. 129/2017) wurde ein weiterer Meilenstein für die Arbeit in der Kooperation gelegt. Ein gemeinsames Studienrecht für Universitäten und Pädagogische Hochschulen sowie die Neuregelung von gemeinsam eingerichteten Studien erleichtern die künftigen Weiterentwicklungen und Überarbeitungen der Curricula in dieser erfolgreichen Kooperation. 

Ende dieses Seitenbereichs.

Beginn des Seitenbereichs: Zusatzinformationen:


Ende dieses Seitenbereichs.