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Kooperationsprojekt im Entwicklungsverbund Süd-Ost

Der EVSO – Eine erfolgreiche Partnerschaft

Gemäß der 2013 ins Leben gerufenen „PädagogInnenbildung NEU“ wurden die mit LehrerInnenbildung befassten österreichischen Universitäten und Pädagogischen Hochschulen aufgefordert zu kooperieren und künftig gemeinsame Studien für den gesamten Bereich der Sekundarstufe (10 – 19-Jährige) anzubieten.

Die Karl-Franzens-Universität Graz setzte bereits in der Vergangenheit starke Impulse im Bereich der LehrerInnenbildung und wurde erneut ihrer Verantwortung als eine der größten LehrerInnenbildungseinrichtungen in Österreich gerecht.

Vor dem Hintergrund geänderter gesellschaftlicher Strukturen wurde die geforderte Kooperation zur gemeinsamen Entwicklung und Umsetzung eines Lehramtsstudiums für die Sekundarstufe Allgemeinbildung initiiert. Das große gemeinsame Ziel: Die Ausbildung für unsere zukünftigen LehrerInnen zu gestalten und zu verbessern, um den vielfältigen und anspruchsvollen Herausforderungen des Berufes besser begegnen zu können.

Die Karl-Franzens-Universität Graz und die Pädagogische Hochschule Steiermark haben bereits im Vorfeld mit dem Projekt „Gemeinsamer Hörsaal“ den Grundstein für eine gemeinsame Kooperation gelegt und fruchtbare Vorleistungen für weitere gemeinsame Projekte geleistet.

Mit dem Zusammenschluss der acht tertiären Bildungseinrichtungen (Karl-Franzens-Universität Graz, Kunstuniversität Graz, Technische Universität Graz, KPH Graz, PH Steiermark, Alpen-Adria-Universität Klagenfurt, PH Kärnten, PH Burgenland) zum Entwicklungsverbundes Süd-Ost (EVSO) an den Standorten Steiermark, Kärnten und Burgenland, ist es gelungen, das Kooperationsprojekt „Curricula NEU“ im Herbst 2014 zu starten.

In dieser Kooperation war es möglich, die Stärken der Institutionen – die Wissenschaftsorientierung der Universitäten und Professionsorientierung der Pädagogischen Hochschulen – zusammenzuführen und somit für die Studierenden eine forschungsbasierte und zugleich anwendungsorientierte Ausbildung zu gewährleisten.

Für das Kooperationsprojekt „LA-Curricula NEU“ wurde eine innovative Projektstruktur entwickelt, um mehr als 350 Personen in Entwicklungs-, Fach- und Arbeitsgruppen aus allen Institutionen einzubinden. Die Entscheidungsebene bildete die Steuergruppe, vertreten durch (Vize)-RektorInnen der Institutionen, ein Gremium in welchem die Rahmenbedingungen (Dauer und inhaltliche Struktur des Studiums, Verteilung der ECTS-Anrechnungspunkte für die 4 Säulen des Studiums: Fachwissenschaft, Fachdidaktik, Bildungswissenschaftliche Grundlagen, Pädagogisch-Praktische Studien) zur Entwicklung auf Basis der gesetzlichen Grundlagen definiert wurden.

Die Entwicklungsgruppen erarbeiteten Vorschläge zu einheitlichen Regelungen im Verbund und fungierten als Schnittstelle zwischen dem Strategischen und Operativen. Die inhaltliche Ausarbeitung der Curricula (Qualifikationsprofile, Formulierung der Lernergebnisse und der zu erwerbenden Kompetenzen in den einzelnen Unterrichtsfächern/Spezialisierungen sowie Fixierung der konkreten Lehrveranstaltungen) oblag den einzelnen Fachgruppen.

Zur Lösung spezifischer Aufgaben formierten sich Arbeitsgruppen (AG Recht, AG Studienorganisation und Technik, AG Anerkennung, …), um einheitliche studienrechtliche Regelungen (Satzung, Prüfungsordnung etc.) sowie die technische Umsetzung (Prüfungsdatenaustausch) des Studiums zu gewährleisten.

Die Sicherstellung der Vernetzung der Gruppen/Verantwortlichen aller Institutionen auf organisatorischer Ebene bzw. die Gewährleistung der reibungslosen Umsetzung des Projektes, erfolgte durch ein für das Projektmanagement verantwortliches Projektleitungsteam.

Die zur Qualitätssicherung kontinuierliche Abstimmung fand auf Bundesebene mit dem für die Pädagoginnenbildung NEU eingerichteten Qualitätssicherungsrat (QSR) statt, auf Landesebene übernahmen die standortspezifischen Resonanzgruppen den Informationsaustausch mit dem verantwortlichen Landesschulrat.

Geschafft! - Der Entwicklungsverbund als Pionier

In dieser erfolgreichen Konstellation im EVSO gelang es nach intensiver Entwicklungsarbeit aller Beteiligten das ambitionierte Ziel, ein gemeinsames Curriculum für die Sekundarstufe Allgemeinbildung (kombinationspflichtiges Studium mit anfänglich 23 Unterrichtsfächern und 2 Spezialisierungen), zu erreichen.

Mit dem erfolgreichen Abschluss des Projektes„LA-Curricula NEU“ nehmen die Universität Graz und der EVSO eine Vorreiterrolle in Österreich ein und stehen im Fokus der Bildungspolitik im deutschsprachigen Raum: Es gelang nicht nur die gemeinsame Entwicklung der Curricula, sondern auch die anschließende Implementierung des Bachelorstudiums Lehramt Sekundarstufe Allgemeinbildung im WS 2015/16 an allen Standorten des EVSO – bereits ein Jahr vor der gesetzlichen Vorgabe.

Als Schlüssel zum Erfolg sind eindeutig die Kommunikation auf Augenhöhe und der kontinuierliche Austausch zwischen allen Beteiligten der Institutionen zu sehen. Die enge Zusammenarbeit mit dem Ziel, eine gemeinsame qualitativ hochwertige LehrerInnenausbildung zu schaffen, die gelungene einzigartige Synergie der Potenziale aller beteiligten Institutionen, stärkte das Vertrauen ineinander und motivierte zur Zusammenarbeit.

Der EVSO macht Schule – Neuzugänge im Curriculum

Nach erfolgreicher Umsetzung des Bachelorcurriculums befasste sich der EVSO mit den Möglichkeiten der Erweiterung und Verbesserung dieses Curriculums wie auch des Masterstudiums.

So wurde das Bachelorstudium bereits im Wintersemester 2016/17 um das Unterrichtsfach Ernährung, Gesundheit und Konsum erweitert. Im Studienjahr 2017/18 folgt am Standort Burgenland das Unterrichtsfach Burgenlandkroatisch/Kroatisch, womit das Studienangebot im EVSO auf 25 Unterrichtsfächer und 2 Spezialisierungen aufgestockt wurde.

Im Studienjahr 2016/17 erfolgte eine erneute Überarbeitung des Bachelorstudiums in Hinblick auf die Novelle des Universitätsgesetzes, die nun eine Absolvierung von 8-20 EC im Rahmen der Studieneingangs- und Orientierungsphase für alle Bachelorstudierenden des ersten Semesters vorschreibt. Aus diesem Grund wurde für jedes Unterrichtsfach bzw. jede Spezialisierung, ergänzend zu den bereits festgelegten BWG Lehrveranstaltungen, eine LV mit mindestens 2 EC als STEOP definiert. Auch studienorganisatorisch notwendige Adaptierungen wurden vorgenommen, die insbesondere Änderungen hinsichtlich der Studierbarkeit betrafen.

Nicht zuletzt erfolgten auch Anpassungen im Lehrveranstaltungsangebot innerhalb einzelner Unterrichtsfächer, um das Curriculum entsprechend der für den Zeitraum 2016-18 bewilligten HRS-Mittel umzusetzen.

Stetige Weiterentwicklung – Zukünftiges im EVSO

Veränderungen und Anpassungen der Rahmengesetze, wie die Angleichung des Universitätsgesetzes mit dem Hochschulgesetz sowie auch das Ziel des EVSO, die Inhalte und Strukturen des Lehramtsstudiums fortlaufend zu optimieren, machen eine stetige Weiterentwicklung der Curricula unabdingbar.

So soll in naher Zukunft das Bachelorcurriculum unter anderem auch um das neue Unterrichtsfach Werken erweitert werden. An der Entwicklung beteiligen sich sechs Institutionen des Verbunds: die Kunstuniversität Graz, die Technische Universität Graz, die Pädagogische Hochschule Steiermark, die Kirchliche Pädagogische Hochschule Graz, die Pädagogische Hochschule Kärnten und die Pädagogische Hochschule Burgenland.

Nicht zuletzt ist sich der Entwicklungsverbund Süd-Ost seiner wichtigen Aufgabe bewusst, die österreichische Bildungslandschaft mitzugestalten und bemüht sich daher stets um eine regelmäßige und intensive Auseinandersetzung mit Themen der Zukunft. Daher wird auch ausdrücklich auf die Bedürfnisse und Anforderungen an den Schulen geachtet, welche zukünftig verstärkt die Bereiche „Digitale Kompetenzen“ und „Mehrsprachigkeit“ einbinden werden. Diese beiden Kernkompetenzen sollen demzufolge nicht nur in das Bachelor-, sondern insbesondere auch in das Mastercurriculum implementiert werden, welches erstmalig mit dem Wintersemester 2019/20 starten wird. Die diesbezüglichen Vorbereitungen für die Überarbeitung der Curricula im EVSO haben bereits begonnen.

Entwicklungen im EVSO ­kurz und knapp

Der Entwicklungsverbund Süd-Ost (EVSO): Zusammenschluss von acht tertiären Bildungseinrichtungen: Karl-Franzens-Universität Graz, Kunstuniversität Graz, Technische Universität Graz, KPH Graz, PH Steiermark, Alpen-Adria-Universität Klagenfurt, PH Kärnten, PH Burgenland. Ziel des Verbunds ist es, gemeinsame Lehramtsstudien in der Primarstufe, der Sekundarstufe Allgemeinbildung sowie der Sekundarstufe Berufsbildung zu entwickeln und umzusetzen.

10.07.2013:Formierung EVSO: KFUG, KPHG, PHB, PHST

13.09.2013:      

Aufnahme PHK in den EVSO

15.10.2013:  

Aufnahme AAU in den EVSO

2014:                   

Kooptierte Mitglieder für bestimmte Unterrichtsfächer : KPHE, KUG, TUG

2014:                  

Aufnahme der KUG, TUG als Mitglieder des EVSO

09/13-10/14:

Entwicklung der Curricula, September 2013 bis Oktober 2014

08/14-04/15:

Genehmigung durch interne & externe Gremien

01/15- 09/15:

Vorbereitung zur operativen Umsetzung an den einzelnen Institutionen

01.10.2015:  

Start des Bachelorstudiums Lehramt Sekundarstufe Allgemeinbildung im EVSO mit dem Studienangebot von 23 Unterrichtsfächern und 2 Spezialisierungen

01.10.2016:   

Start des Unterrichtsfaches Ernährung, Gesundheit und Konsum im BA Curriculum Sek AB

03.01.2017:

Implementierung des Koordinationsbüros EVSO für die Sek AB

01.10.2017:

In-Kraft-Treten des im EVSO genehmigten Bachelorcurriculums Sekundarstufe Allgemeinbildung in der Fassung von 17W

01.10.2018:Start des Unterrichtsfaches Technische und Textile Gestaltung im BA Curriculum Sek AB

Ansprechpersonen

Mag. Dr.

Selina Weigl

Telefon:+43 (0)316 380 - 1711

Mag.

Elke Orosel

Telefon:+43 (0)316 380 - 1712

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